So,sind wieder gesund und glücklich daheim.Sowohl An- als auch Heimreise waren absolut problemlos,nach Hause gings sogar in viereinhalb Stunden.Auch mit dem Wetter hatten wir Glück,die Temperaturen waren zwar nicht allzu hoch,aber es schien immer die Sonne und wir blieben von Regen verschont.
Am Anreisetag gingen wir es wie immer sehr ruhig an.Alles mal auspacken,einräumen und dann noch ein bisschen am Steg auf Köfi.
Die Köfis gingen diesmal so gut wie noch nie,lauter schöne große Brachsen und Güster,somit war diese Sorge gleich mal ausgeräumt.
Am Sonntag machten wir uns dann,vollbepackt,auf den Weg an eine Stelle ein paar Kilometer flussauf,wo wir bis Mittwoch blieben.Alles fluggs aufgebaut und die Montagen ausgebracht und dann harrten wir der Dinge,die diese Nacht aber nicht kamen.Am Montag morgen besuchte uns kurz der Beni.Der erste Kommentar war.....Du liegst falsch!!!!
Nach einer kurzen Einweisung,wie diese Stelle zu befischen sei,an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank für den Tip,Beni,machte er sich wieder auf den Weg.
In den Nachmittagsstunden brachte ich dann die Montagen neu aus und die zweite Nacht begann.In dieser Nacht war schon etwas mehr "Bewegung" am Wasser,als die Nacht zuvor,aber wir bekamen leider keinen Biss!
Ich belies die Montagen gleich an Ort und Stelle,da sich die Köfis sehr aktiv zeigten und auch Drecktechnisch alles im grünen Bereich zu sein schien.
Die Aktivitäten am Wasser verstärkten sich in dieser Nacht nocheinmal etwas.Dann,so gegen 20 Uhr,verneigte sich eine der beiden Beniplatzruten mit gleichzeitigem Köfigebimmele etwas.Ich stand anschlagbereit hinter der Rute,aber irgendwie sah das dann doch nicht nach Biss aus,zumal sich an der Montage eine etwa vier Pfund schwere Brachse befand.Also wieder auf die Liege verkrochen und etwas Augenpflege betrieben.Um 22.15 Uhr war es dann endlich soweit,leichtes Gebimmele des Köfis und dann verneigte sich die Rute endlich so,wie man es sich vorstellt.Raus aus der Liege,an die Rute,angeschlagen und.....hängt!Yes,endlich,endlich wieder dieses affengeile Gefühl,doch was war das.....oh Mann,ich stand in Socken an der Rute,hatte vergessen,die Schuhe anzuziehen!!!
Meine Frau kam mir dann zu Hilfe,zog mir die Schuhe während des Drills an und brachte Leuchte,Zange,Handschuhe etc zu mir.
Doch plötzlich ging nichts mehr weiter,der Fisch saß fest.Wir gingen mit dem Scheinwerfer ca. 20 Meter flussab und da hing er,der Walli,cirka zwei Meter vom Ufer entfernt in nem halb im Sand versunkenen Geäst und hielt sich mäuschenstill.
Ich sah mich im Geiste schon im Schlamm waten,doch ich versuchte noch,mit locker gehaltener Schnur und gleichzeitigem ganz leichtem Zupfen an der Schnur,den Walli zur Bewegung zu animieren.Schließlich legte der Fisch den Rückwärtsgang ein und ich konnte meine Schnur mit der Bewegung des Wallers und gleichzeitigem Unterwasserhalten der Rutenspitze unter dem Geäst herausfädeln.Der Fisch hing sauber mit dem Einzelhaken im Maulwinkel und konnte problemlos gelöst werden.Er war 170cm lang und wie die meisten anderen Fische dieser Phase,gut genährt!
Am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe riss,nach kurzem,leichten Gebimmele,die Reiseleine der zweiten Beniplatzrute.Nun,ein Biss wars ja nicht,also in aller Ruhe die Schuhe angezogen,kurz mal durchgestreckt und dann an die Rute gegangen.Ich kurbelte den Schnurbogen auf und siehe da,es war Bewegung in der Rute und da sah ich auch schon ne Schwanzflosse wie zum Gruße aus dem Wasser kommen.Es hing ein Walli mit ca. 100cm an der Rute,vermutlich der vermeintliche Bissoderauchnicht vom Abend zuvor!Auch dieser Fisch hing problemlos und freut sich weiterhin seines Lebens.
Im Laufe des vormittags bauten wir dann ab,verluden alles ins Boot und fuhren zurück ins Camp.Den Rest des Tages verbrachten wir mit Säuberungsarbeiten und anschließendem kurzen Spaziergang entlang des Po und Restdestagesrelaxen!!
Am Donnerstag versuchten wir es direkt vorm Camp im Tiefen.Ich verteilte meine Ruten entlang einer Strömungskante in 4,6 und 10 Meter.Biss bekamen wir keinen mehr.
Am Freitag unternahmen wir dann noch,bewaffnet mit der Spinne, einen Ausflug mit dem Boot zum Seccia.Im Seccia fuhren wir ein gutes Stück flussauf und ließen uns dann treiben.ich hatte sehr,sehr viele,teils enorm große Echos drauf und machte unzählige Würfe mit der Spinne,konnte aber keinen Walli zum Biss verleiten.
Danach gings zurück zum Camp und wir begannen schonmal mit Einräumen,Boot sauber machen und so weiter.
Tja,das war sie dann,die wie immer zu kurze Woche am Po,diesmal durften wir erfolgreich nach Hause fahren,Herz,was willst Du mehr.....bis zum nächsten Mal!!!