Spinnfischen Anfang

Tobsi
Servus,

im Sommer würde ich mich gerne der nächsten Hürde des Wallerangeln stellen, dem Spinnfischen. Eigentlich ist es Anfangs vorallem dafür gedacht, dass ich die den Tag zwischen den Nächten effektiv nutzen kann, würde aber auch ein paar Nächte opfern um auch dann Spinnen zu gehen.

Als Rolle hab ich mir mal eine 4000er Stradic gekauft mit einer 0,28 Daiwa Expedition. Die Rute ist noch fraglich wird aber wahrscheinlich eine Daiwa Prorex XR Big Bait kaufen, ist aber noch offen.

Jetzt zu den Fragen, mit welchen Ködern würdet ihr am Fluss starten? Ich tendiere zurzeit zu Sandras in 15cm, Effzet Blinkern und irgendwelchen Stabilen Wobblern, muss mich da aber noch informieren welche gut sind. Natürlich werden bei den Blinkern und den Wobblern die Sprengringe und Haken gewechselt.

Habe mich natürlich durch ältere Themen bereits durchgelesen aber da bleibt mir auch noch eine Frage: Wie lange würdet ihr einen vermeintlichen Hot Spot befischen? Haben in unserem Revier eine Staumauer welche aber kaum zu befischen ist da man nicht rankommt und einen Hafen, dieser ist aber nur 30*13m groß. Bild im Anhang. Man lest oft das man Strecke machen soll aber andererseits auch oft, dass man Hotspots für mehrere Stunden befischen soll. Wie würdet ihr das am Anfang handeln?
Sonst haben wir hauptsächlich Steinpackung und 2 größere Kiesbänke. Im Stauraum gibt es noch einen größeren Fluss der in den Strom mündet, dieser bringt kälteres Wasser.

Danke im Voraus und Beste Grüße!
Stefan_M
Guten Morgen!

Zum Material:
Die Ruten- und Rollenwahl würde ich nochmal überdenken. Die 4000er Stradic halte ich nicht für wallertauglich ... aus eigener Erfahrung; ich bin nahezu ausschließlich am Elbe-Hauptstrom unterwegs.
Evtl. kannst du da noch ein paar Euros in eine Spheros 6000 PG oder eine SR5 investieren. Das halte ich für sinnvoller und nachhaltiger. Ich bevorzuge die Spheros mit dem PG-Getriebe, die gibt mir mehr Cranking-Power mit der geringen Übersetzung. Alles mit Druck lässt sich leichter führen.
Deine vorgeschlagene Rute scheint mir eine Hechtrute zu sein. Das würde ich auch wieder nicht machen. Alle Hechtprügel die ich auf (Waller-)Tauglichkeit getestet habe sind durchgefallen. Da fehlt einfach die Liftingpower. Gut und günstig, auch oft gebraucht zu bekommen: wenn es länger sein soll: die Blinkerjörg oder mein Favorit: die Evo Cat Spin in 243|120.
Zur Schnur: kann ich nicht beurteilen. Ich hänge immer noch an der Power Pro in 0,36 und 0,41 mm. Das wäre meine Referenz. Das sollte deine Schnur auch können. Und da wird es auf der 4000er schon eng mit der Schnurfassung.
Solltest du einen Kompromiss zwischen BB-Hechtrute und Wallerkombi suchen: Vergiss es! Funktioniert nicht. Haben schon viele andere probiert - mich eingeschlossen - und sind gescheitert.

Köder:
Sandras, Pro Shad in 10/12 cm, Cat Pointer, Cat Crank, Blinker von Blinkerjörg; Whopper Plopper für den Spaß

Spots:
Das ist sehr gewässerabhängig. Hafeneinfahrten (Buhnen), Rückströmungen, Löcher, Sand- und Kiesbänke, schnelles Wasser im Sommer. Das sind die offensichtlichen Spots, die ich auch absuchen würde. Und dann muss man die nicht offensichtlichen Dinge finden. Eine Steinpackung wirkt nur oberflächlich monoton. Unten kann das ganz anders aussehen. Sei es, weil der Baggerfahrer "unsauber" gearbeitet hat, sei es, weil die Strömung ihr Werk getan hat. Ein lange Stippe, kurze Schnur, ein deeper und Strecke machen. Da gibt es Löcher und Rinnen, die ich gerne mit dem Cat Crank oder Gummi auskratze.
Wie lange ich an einem Spot bleibe, hängt vom Vertrauen in denselben ab. Und immer im Hinterkopf behalten: manche Spots sind jahreszeitenabhängig.

Grüße, Stefan
Tobsi
Hi!

Erstmal riesen Dank für deine ausführliche Antwort. Zu deiner Frage ob ich Hecht und Waller kombinieren will: Klares Nein! Ich angle nicht auf Hecht, macht mir wenig Spaß. Allerdings hatte ich in meinem früh jugendlichen Alter eine Rückenop und muss bewusst das Gewicht so niedrig wie möglich halten, deshalb hätte ich die Stradic anvisiert. Aus meinem Umfeld habe ich gute Sachen bei dieser und Waller gehört. Bei der Rute hätte ich noch die JENZI Siluro Unique Spin 2,4m im Blick.

Whopper Plopper an der Donau, wenn ein Biss kommt sicher sehr geil, aber sind dies nicht eher die Süd-West Frankreich Köder? Den Rest werde ich mir sofort bestellen. Prost
Aber zur Not besitze ich sowieso einen Whopper Plopper, wie du sagst für den Spaß am See damals auf Hecht, gefangen habe ich darauf noch nie Augenzwinkern

Danke für die Spots, im Juli kommt eventuell jemand an mein Gewässer der ein Echolot besitzt, da würden wir eventuell mal über den wichtigen Teil des Reviers drüber fahren. Einen Deeper besitze ich nicht, da man bei uns gesteinigt wird wenn man ein Echolot beim angeln mit hat. Unser Bundesland ist glaub ich das einzige wo es ein Echolot verbot gibt oh man

Beste Grüße!
Hans M.
Willkommen

Tu Dir den Gefallen und kauf Dir eine Wallerspinne,Welse bis 1,50 oder dergleichen sind oft damit noch
gut zu kontrollieren aber wenns mal Richtung 1,80 oder drüber geht wirds eine andere Hausnummer,
das unterschätzen viele.

Das leichteste was ich an Rollen
fische ist eine 5000er Biomaster SW,die aber nur vom Boot aus,
4000er Stradic sehe ich als echt ultraleicht an geht zum Wobbler fischen vom Boot aus,ist aber auch da grenzwertig,vom Ufer.... keine gute Idee.

Wichtig für deine Rücken wär eher das die Kombo ausgewogen in der Hand liegt,da macht dann etwas mehr an Rollengewicht nichts aus.
Stefan_M
Moin!

Tja, schwierig mit dem Gewicht. Die Spheros 6000 PG wiegt nur 450 Gramm. Noch leichter und wallertauglich stabil widerspricht sich dann irgendwann bzw. wird zu teuer.
Es bliebe dann noch der Umweg über eine Baitcaster. Da gibt es mit der Komodo 364 und deren Klonen ein taugliches Teil, was nur etwas über 300 g wiegt. Aber dann muss auch eine entsprechende Rute gefunden werden. Ich habe da einen Eigenbau, ansonsten könnten noch schwere Snakehead-Ruten verwendet werden.
Bezgl. Gewicht: die angesprochene Evo Cat ist mit 231 g Gewicht auch ein ziemliches Leichtgewicht in der Klasse.

Zum Whopper Plopper: Richtig, es ist nicht der Abräumer in unseren Breiten. Aber ich hatte auch schon Aktionen darauf. Insbesondere auf die kleinen Modelle 90/110. Deswegen bleibt der 190er eher zu Hause und ich schmeiß den 130er mit ein wenig Hoffnung auf Glück in die Fluten. Der sollte auch standhalten. Einfach aus Spaß an der Freude! Das Ploppen ist schon geil.

Grüße, Stefan
Tobsi
Danke für eure Antworten,

Ich wäre schon bereit etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, aber eine Stella solls keine sein....

Was haltet ihr von einer Daiwa BG MQ 4000-5000, einer Gossa 6000 oder gerne auch anderen Vorschlägen.

Die Spheros 6000 PG werde ich mir anschauen, habe zurzeit die 20000 als Stationsärrolle macht einen guten Eindruck.

Und nochmal zum guten Whopper, auf den ein Biss wäre schon richtig geil, aber denke Anfangs sollte ich es mal mit "bewährten" Wallerködern zu probieren. Hab gehört das es Monate dauern kann bis man seinen ersten Spinn Waller fängt.

PS: Wenn jemand eine Rolle los werden will gerne Angebote schicken Prost

Beste Grüße
Stefan_M
Wie auch immer. MMn ist bei Spinnrollen unter 400 g - so grob über den Daumen - einfach nicht genug Material vorhanden, um wallertauglich zu sein. Da gibt es physikalisch einfach Grenzen!

Und wie gesagt, diese hohen Übersetzungen mit Schnureinzügen von 1 m oder mehr machen mir keine Freude. Das trifft sowohl auf die Daiwas als auch die Saragosa zu.

Den Whopper Plopper fische auch ich keine ganze Session. Aber wenn die Bedingungen passen, kommt er mal ans Band. Hauptsächlich hängen die Klassiker im Snap - Gummi, Blinker und Wobbler.

Zitat:
Hab gehört das es Monate dauern kann bis man seinen ersten Spinn Waller fängt.


Hm, würde ich nicht unterschreiben. Viele Aktionen habe ich hier auch nicht, aber dass passt schon. Dazu gibt es ja noch Beifänge, die das Ganze bereichern können. Anfangs muss man sich Spots erarbeiten - ja, dass ist vielleicht wirklich mühselig - und die regelmäßig abklappern. Dann wird das!

Grüße, Stefan
Tobsi
Ihr habt mich umgestimmt. Suche jetzt entweder nach einer 5-6000er Stradic SW nicht die normale oder einer 6000er Spheros PG. Jetzt muss man nurnoch eine finden. IIrgendwie werden die zurzeit nirgends verkauft


Ich hoffe mal es dauert nicht Monate, wäre aber gefasst dafür. Die Spots werd ich schon irgendwann finden
Steveman
Willkommen
Gute Entscheidung, deine Rollenauswahl nochmal zu überdenken.

Entweder hab ich's überlesen oder nicht richtig verstanden.
Fischt du vom Ufer aus oder machst du deine Würfe vom (treibenden) Boot aus?

Besten Gruß, Stefan.
Tobsi
Hi Stefan!

Ich fische vom Ufer aus. Denke das ich es nicht erwähnt hab!

Beste Grüße
Tobsi
Kann den oberen Beitrag leider nicht mehr editieren, hat jemand Erfahrungen mit der Daiwa Certate 5000/6000? Sollte ich keine Spheros finden wäre dies wohl eine solide Alternative. Gleiches gilt für die Twin Power
Steveman
Hi Tobsi

Zu den Rollen habe ich keine Erfahrungswerte.
Allerdings bist du gut beraten die Rolle etwas größer zu wählen.
Wegen Stabilität und Schnurfassung.
Zu 90% wirst du die Reserven nie brauchen, aber wenn dir
dann doch mal ein 180er+ in der Hauptströmung einsteigt
wirst du wissen für was es gut ist.
Denn vom Ufer kannst du halt nicht hinterher....

Deine Frage ob du eine Stelle länger behaken sollst
oder lieber Strecke machen sollst ist schwer zu beantworten.
Kommt drauf an wie gut du das Gewässer und die fangträchtigen
Plätze kennst. Eine Stelle länger anzuwerfen macht Sinn wenn man sich
sicher ist dass dort Wels steht. Mehrere Würfe an die selbe Stelle
animieren durch das Platschen oder Vibration dann den Wels eventuell zum Biss.
Wenn die Stelle fischleer ist dann bringen auch 100 Würfe nix.
Beim Strecke machen suchst du nicht nur den Fisch, sondern lernst
das Gewässer auch besser kennen.
Struktur, Strömung, Totholz, Kanten, Löcher, Hindernisse unter Wasser....
Nach 10 Abrissen prägt man sich die Eigenheiten ein. rofl
Lass dich davon nicht entmutigen, das gehört dazu und gehört zum Lernprozess.

Für viel wichtiger als die richtigen Plätze oder Köder, die natürlich wichtig sind,
halte ich es herauszufinden wann die aktiven Zeiten der Fische an deinem Gewässer sind.
Meistens ist das Abends von Dämmerung bis 2 Stunden nach Sonnenuntergang,
ist aber von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich.
Kenne Abschnitte wo es Nachmittags um 15uhr gut läuft...
Ebenso kenne ich Stellen wo sich der Wels fast stapelt, wenn man aber
außerhalb der aktiven Fressphasen dort seine Würfe macht fängt man
keinen einzigen Fisch. Ganz im Gegenteil, man verscheucht die Burschen eher.

Wenn du Angelkollegen kennst die an deinem Abschnitt angeln,
aber nicht auf Wels fischen versuche rauszufinden wo und wann dort
Zander gefangen werden.
Zeiten und Plätze überschneiden sich oft mit dem vom Waller.

Und noch ganz allgemein:
Spinnfischen auf Wels kann anfangs sehr frustrierend sein.
Viele ermüdende Würfe mit relativ schwerem Gerät, dann die genannten Abrisse
mit Köderverlust an Hindernissen usw....
Aber glaub mir, sobald du dir deinen ersten Waller mit der Spinnrute
erarbeitet hast, hast du Blut gefleckt und kommst davon
nur schwer wieder los.

Besten Gruß, Stefan.
Tobsi
Danke für die Antwort Stefan, wie immer top Applaus

Yep bei der Rolle bin ich froh das ich umgestimmt wurde, die Stradic wäre auch zu leicht gewesen für die Rute, im endeffekt wäre die Kombo sehr Kopflastig geworden.

Dann muss ich wohl Strecke machen, bin in dem Revier erst seit vorigem Jahr, habe im Herbst auf einer Stelle sehr gut gefangen. Dieses Jahr ist sehr hart also wird wohl wandern angesagt sein.

Bei den Abrissen hast du tatsächlich recht, da habe ich noch gar nicht dran gedacht. Mehr Abrisse= mehr Struktur= mehr Fisch macht sinn. Werde mal alle stellen ansteuern wo ich beim Zanderangeln kiloweise versenkt habe!

Bei den Zeiten haben ich leider keine Ahnung, werd ich herausfinden müssen und mit anderen Leuten tratschen.

Das war mir leider klar, spinnfischen soll recht frustierend sein, hoffe auf wenigstens ein paar gute Beifänge Anfangs.

Nochmals Danke und Beste Grüße!
warrior
Die Shimano Stradic SW 6000 pg hat ne kleine Übersetzung.
Ist fast baugleich mit der Saragosa.

Dazu eine PE4-6 Tuna Rute mit weicher Spitze, dann bist du perfekt ausgestattet.

Oder schau mal ob du eine Shimano Biomaster 8000 SW PG oder Sustain 10000 PG bekommst, die sind mit 540g Gewicht perfekt für dein Vorhaben.
Steveman
Ach ja, noch was zur Sache mit der Häufigkeit von Abrissen.
Ich fische mittlerweile beim Spinnfischen nur noch selten "hart am Grund".
Sonder orientiere mich eher im Mittelwasser oder sogar recht oberflächennah.
Das ist nicht entstanden weil ich meine Abrissquote reduzieren will, sondern weil
ich viel vom treibenden Boot mit Echolot Spinn, - und Vertikalfische.
Dabei sieht man dass sich viele (aktive) Waller gar nicht grundnah aufhalten.
Sondern eher durch die obere Hälfte der Wassersäule patroulieren.
Klar, viele abliegende Fische sieht man auch gar nicht auf dem Echolot, aber....

Die ersten Jahre habe ich meine (Kunst) Köder auch so nah wie möglich am Grund
präsentiert. Mit mittelmäßigen Erfolg und mehr Beifang wie Hecht und Zander,
aber dementsprechend vielen Köderverlusten durch Hänger.
Seit ich vermehrt nur die obere Hälfte der Wassersäule befische, ist meine
Fangquote besser geworden. Natürlich immer noch nicht supergut, aber besser.
Ich denke ich habe zuvor viele Waller unterfischt.
Und ein Waller hat auch kein Problem damit 2-3 Meter mit einem ordentlichen
Schwanzschlag zu überbrücken. Das könnte ich schon einige Male auf dem Echolot beobachten.
Aber nur von unten nach oben. Hab noch nie gesehen dass ein Waller von oben nach unten stößt.

Zu Beginn macht es natürlich Sinn den Grund abzuklopfen, um die Gewässerstruktur usw.
kennenzulernen.
Wenn man so interessante Spots gefunden hat, bin ich der Meinung dass man dort auch ein
Stockwerk drüber effektiv angeln kann.

Besten Gruß, Stefan.
Tobsi
Servus, riesen Dank für die top Antworten und Tipps. Macht mir den Anfang um einiges leichter!

Aus dem Bekanntenkreis hat jemand eine Spheros 6000 PG welcher sich nach einem PO Urlaub am Mittwoch erbarmt hat mir diese zu verkaufen. Wird also zu 99% diese werden.

Eine Rute hat sich innerhalb des Forums auch schon gefunden und einige Köder werde ich bei dieser Person auch mit kaufen.

Stefan der Tipp mit dem Mittelwasser ist auch sehr interessant. Denke ich werd so ein 50/50 Ding versuchen. In der ersten Tages oder Nachthälfte den Grund abklopfen und dann erfolgsversprechende Stellen seichter abfischen.

Nochmal Danke und Beste Grüße!
stefan0975
Beim Welsangeln mit der Spinnrute habe ich keine großen Erfahrungen bzw. noch nicht viele Fische gefangen, aber letzte Woche hatten wir auch den Fall, dass ich einen am späten Nachmittag auf Gummifisch gefangen habe, mein Kumpel hatte seinen im Dunkeln auf flachlaufenden Wobbler. Ich sehe da durchaus Zusammenhänge wie ich sie auch schon ganz oft beim Zanderangeln erlebt habe, tags Gummi, nachts Wobbler. Im Hellen stehen sie doch eher grundnah, im Dunkeln kommen sie zum rauben nach oben. An meinen Gewässern rauben die Welse auch ausschließlich in den Nachtstunden. Wenn ich raubende Fische sehe, würde ich immer oberflächennah angeln, im Hellen tendenziell immer in Grundnähe. Gibts da bei euch ähnliche Erfahrungen?
Steveman
@Tobsi
50/50 ist ein guter Plan. Daumen hoch

@stefan0975
Allgemein würde ich deiner These mit im Hellen grundnah
und bei Dunkelheit eher oberflächennah zustimmen.
Ich glaube dass man tagsüber eben auch mal inaktive Waller,
die träge abliegen, mit grundnah geführten Ködern vielleicht
doch zum Beißreflex animieren kann.

Flachlaufende Wobbler kommen bei mir auch bei sehr trüben
und bei Hochwasser zum Einsatz. Auch tagsüber.
Gerade wenn der Fluss sehr viel Dreck mit sich führt.
Ich suche mir dann genau diese "Dreckspur"
und Fische mitten im Dreck.
Aus folgendem Grund.
Der Dreck bringt unglaublich viel Nahrung,
wie Insekten oder Pollen, für Kleinfisch mit sich.
Die stehen direkt unter dieser "Dreckspur" und picken sich
ihr Futter raus.... Ein halbes Stockwerk darunter lauert der Waller
und hat es auf den Kleinfisch abgesehen.
Mit Wobblern die nur 1,5m tief laufen hatte ich bei diesen Bedingungen
immer die besten Erfolge. Auch tagsüber, auch in harter Strömung und
auch über sehr tiefen Wasser.

Im Frühjahr, bei konstanten Bedingungen, suche ich mir gerne
ruhige Flachwasserzonen bis 2,5m tiefe. Da wo sich das Wasser
etwas schneller aufwärmt als im Hauptstrom.
Hier nutze ich gerne Jerks, z. B. Salmo Slider, 12cm, langsam sinkend.
Langsam getwicht, wie beim Hechtangeln, hatte ich so auch schon
vorzeigbare Ergebnisse. Auch unter Tags.

Die beste und produktivste Zeit ist bei mir aber immernoch
von Dämmerung bis 2 Stunden nach Sonnenuntergang.

Besten Gruß, Stefan.
stefan0975
@Steveman, danke, top erklärt von dir, macht absolut Sinn! Vielleicht sollte ich beim nächsten Hochwasser auch mal wieder an die Elbe.
Da ich zu 95% aber an großen Seen unterwegs bin, habe ich in Bezug auf die Umgebungsbedingungen relativ konstante Bedingungen. Im Frühjar gibt es ein paar Tage, in denen auch in klaren Seen tagsüber bei strahlendem Sonnenschein Welse auf Kunstköder gefangen werden, generell orientierte ich mich aber in Richtung Abend und dann ebenfalls noch zwei Stunden in die Dämmerung rein. Gerade im Dunkeln finde ich flach laufenden Köder absolut im Vorteil. Wenn ich ansitze, biete ich ja auch direkt unter der Oberfläche an, warum sollte es dann beim Spinnfischen anders sein.
Im Eingangspost war ja der Einstieg ins Spinnfischen für den Sommer geplant. Meiner Meinung nach ist jetzt die Top Zeit dafür. Vor der Laichzeit wird noch mal richtig gefressen und jetzt kommen auch vom Ufer aus Fische, die sonst das ganze Jahr über nicht wieder in diesen Bereichen zu fangen sind.
Hängt natürlich auch vom Wohnort und Gewässer ab, die Seen hier haben jetzt 12-15 Grad, was gute Aktivität bedeutet aber auch noch ein ganzes Stück von der Laichzeit entfernt ist.
Tobsi
[quote]Original von stefan0975
Im Eingangspost war ja der Einstieg ins Spinnfischen für den Sommer geplant. Meiner Meinung nach ist jetzt die Top Zeit dafür. Vor der Laichzeit wird noch mal richtig gefressen und jetzt kommen auch vom Ufer aus Fische, die sonst das ganze Jahr über nicht wieder in diesen Bereichen zu fangen sind.


Wenn ich dürfte würde ich eh, bis 1.6 ist die Fischerei die speziell auf Raubfische ausgelegt ist verboten, am 1.6 beginnt die Schonzeit. Denke einen 6000 PG und Wallerspinnrute wird mir keiner als Hecht Kombo abkaufen. Deshalb leider erst Juli. Bei uns sind die Flüsse um einiges wärmer. 17-18 Grad