Havelangler
Moin,
beim Stör Angeln salze ich meine Köfis, erstens sind sie dadurch fester, zweitens gammeln sie nicht und drittens geben gerade fetthaltige Köfis länger Aroma ab. Den Stören scheints zu munden, ich fange damit nicht weniger als mit frischen Köfis, glaube sogar ich fange besser.
Wie sieht's mit dem Waller aus, verzieht er die Mundwinkel und dreht ab oder ist dem das auch schnuppe?
Salz soll ja im allgemeinen eine große Anziehungskraft auf heimische Fische haben, beim Karpfen Angeln lege ich ich auch zwei, drei Salztabletten auf den Futterplatz, mit Erfolg.
Um d gezalzene Kunstköder gibt's ja auch schon ewig.
Bis dahin
bartelomäus
Moin,
beim Welsangeln an Paylakes in England wird oft Frühstücksfleisch (Spam) als Köder genutzt, das hat 2- 3 % Salz von Haus aus, denke also das zumindest bis zu diesem Gehalt alles ok ist, vor allem da du ja vermutlich völlig unausgenommene Köfis nur von außen salzt. Kommt dann natürlich noch auf die Dauer des "Einlegens" und die Menge des Salz an.
Also richtig dick einpökeln über Wochen oder einfach ne Prise mit in den Gefrierbeutel macht einen Unterschied.
Einem extrem , quasi nur noch nach Salz schmeckendem Köder würde ich nicht vertrauen.
Sind bei deinen Störgewässern keine Welse drin? Beifänge auf solche Köder sagen eine Menge aus.
Bei toten Köfis hängt es meiner Meinung nach aber vor allem davon ab, ob sie zu der Zeit und in dem Gewässer überhaupt funktionieren, ist nämlich oft nicht so. Kenne mehrere Gewässer da kannst du zig Ansitze mit totem Köfi machen ohne einen einzigen Welsbiss, während der Aalangler nebendran auf Wurm ständig welche hakt.
Gruß
Florian
Havelangler
| Zitat: |
Original von bartelomäus
Also richtig dick einpökeln über Wochen oder einfach ne Prise mit in den Gefrierbeutel macht einen Unterschied.
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Woher diese Erkenntnis?
Die Störe nehmen auch extrem gesalzenen Fisch, fast schon Stockfisch. Hatte mal Sardinen und Plötzen (gesalzen und mit Fischsoße abgeschmeckt

) rund 2 1/2 Monate im Eimer, kühl im Schuppen und bei der nächsten Session wieder angeködert, hat prima Fisch gebracht.
Und nein, in den Gewässern wo ich Angel sind keine Waller , nur dicke Hausen und Transmontanus.
Das Frühstücksfleisch, Bockwurst usw fängt ist mir bekannt.
Mir geht's halt um gesalzene Köfis und ob da jemand Erfahrung mit hat
bartelomäus
Der Unterschied bezieht sich auf die Konsistenz, und die - ich sag mal - "natürlichen Säfte" die noch im Köder sind..
hab das schon auf Hecht probiert, richtig dick eingepökelt und über Wochen im Kühlschrank gelagerte Köfis, waren sehr hart und trocken, der Großteil der Feuchtigkeit war einfach rausgesaugt durch das Salz, dieses hatte auch massiv Aroma angenommen.
Aroma das dann halt nicht mehr im Köder ist.
Das Beispiel mit dem Frühstücksfleisch bezieht sich nur auf den Salzgehalt; das wäre meine Grundregel mit der ich auf Wels sarten würde; kein höherer Salzgehalt als wie in für den menschlichen Verzehr geeigneten Produkten.
Aber du kannst ja beides probieren..bin selber kein Fan von toten Köfis als Welsköder, deswegen kann ich da nicht mehr zu sagen...
Havelangler
| Zitat: |
[i]
Aroma das dann halt nicht mehr im Köder ist.
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Sorry, aber das ist ausgesprochener Blödsinn.
Eines meiner Hobbys ist gutes Fleisch. Dry Age, Schinken, Aschereifung usw.
Alle vorgenannten haben gemein das Wasser entzogen wird. Zuerst durch Salz, dann durch Asche, Luft, ein wenig auch beim Räuchern (kalt). Weshalb schmeckt ein dry Age Steak, ein lange abgehangene Salami oder ein wunderbar luftgetrockneter Schinken so ausgesprochen gut? Weil das Wasser verschwunden ist und der Geschmack sich dadurch konzentriert. Gewisse andere Reifeprozesse mischen auch noch mit, sprengt aber den Rahmen.
Soßen reduzieren, genau das selbe, das Wasser geht, der Geschmack bleibt.
Also, hat schon jemand mit gesalzenen Köfis einen Waller gefangen?
bartelomäus
der Satz bezog sich ausschliesslich auf rohen Fisch der mehrere Wochen in dicken Schichten aus Salz gelagert wurde, denke das wird mit keinem der von dir genannten Proukte gemacht...
Ein weiteres - letztes - Beispiel was ich meine:
In den USA wird manchmal Hühnerleber für Channel Catfish mit Borax und/oder Salz behandelt, damit es besser am Haken hält und sich nicht so eklig anfasst, hat sich aber nicht flächendeckend durchgesetzt.
Eben weil es nicht soviel Geruchsstoffe im Wasser abgibt wie Frische und dementsprechend spürbar weniger Bisse bringt. (Obwohl es möglicherweise beim Reinbeissen ganz toll aromatisch ist.

)